Das Antwerpener Testament von Evelyn Grill

Vor einiger Zeit war der Residenz Verlag auf der Suche nach Rezensenten, die Interesse daran haben in unregelmässigen Abständen die Bücher des Verlags zu lesen und natürlich zu rezensieren.  Da ich mich auch zu den Glücklichen zählen darf, hat mich dieses Buch erreicht. Meine Meinung dazu ist leider nicht so toll ausgefallen…aber lest selbst:

Evelyn Grill erzählt uns in ihrer Familiensaga, den Eindruck bekommt man zumindest durch die Kurzbeschreibung vermittelt, die Geschichte einer tragischen Liebe, einer egoistischen Mutter und der Tatsache wie sehr man das eigene Glück missachten und verschandeln kann wenn man ständig versucht es anderen Recht zu machen.

Am Anfang steht das Begräbnis. Das Begräbnis der starrhalsigen und verbitterten Henriette Stanley. Ehemals das Familienoberhaupt. Einer Familie, die diese Betitelung eigentlich nur durch die Verwandsschaftsverhältnisse verdient. Die Wirklichkeit sieht nämlich alles andere als familiär aus.

Henriette, einst jung und schön heiratete zum Zwecke der Zusammenführung zweier Reedereien den ihr sympathischen Alan.

Nach etlichen unglücklichen Ehejahren und drei Kindern, wovon eines zwischenzeitlich verunglückt ist, steht sie alleine mit ihren zwei Kindern da. Auch Jahre später ist Henriette weder verheiratet noch hat sie einen Verehrer. Ihre ganze Aufmerksamkeit gebührt den Kindern. Doch auch diese enttäuschen sie.

Harry, ihr Sohn schleppt eine Frau an, die laut seiner Mutter alles andere als eine vorteilhafte Partie darstellt. Und auch Ann, die Tochter schont die arme Mutter nicht. Mit einem Deutschen will sie sich verheiraten. Ein Alptraum für Henriette. Einer den sie nicht duldet. Und so scheitern die Beziehungen der beiden Kinder. Zunächst die von Henry, und wenn auch langsam und unmerklich, auch die von Ann.

Meine Meinung zu diesem Buch ist nicht die beste. Das Chaos an Personen am Anfang der Geschichte und die ausschweifende Sprache, die das Ganze nicht verschönert, sondern eher langweiliger gemacht hat, haben einiges dazu beigetragen.

Die einzige Abwechslung, die die Autorin meiner Meinung nach zwischen all die trostlosen Schicksale reingebracht hat, war die Tatsache, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde.

Wer Spannung und große Familiengeheimnisse erwartet, die am Ende gelüftet werden, wird dies in dem Buch nicht finden.

Wenn man sich allerdings gerne über spießige Normen, die Kombination aus selbstsüchtigen und selbstlosen Menschen aufregt, wird wahrscheinlich auf seine Kosten kommen.

Für mich persönlich war es eine Art Reinfall…aber wenn mir das Buch paradoxerweise noch nachklingt.

Vielen Dank an den Residenz Verlag für diese Lektüre  🙂

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