Die Stille nach dem Schrei von Isolde Sammer

Irene erlebt einen Alptraum. Ihr Sohn und ein Nachbarnsjunge wurden tot aufgefunden. Irene glaubt daran, dass der Täter ihr Stiefsohn Martin war. Doch es gibt nicht genug Beweise für ihre Vermutungen, weshalb das Gericht Martin auch freispricht. Zudem schmeißt er mit ungeheueren Beschuldigungen und Vorwürfen zurück. Dass Martin trotz Freispruch schuldig ist, wird einem schnell klar. Denn in diesem Buch geht es nicht darum den Täter zu erraten, diesen kennt man bereits nach den ersten Seiten. Es geht darum zu verstehen, wie jemand so wird und was einen dazu treibt anderen Menschen Leid und Schmerzen zuzufügen.

Mit dem Gerichtbeschluss ist aber trotzdem keine Stille in Irenes Haus eingekehrt. Nach einiger Zeit sucht sich Martin eine Wohnung und zieht aus. Und trotz seiner offensichtlichen Vorliebe für kleine Jungs, pflegt er eine Beziehung zu der hoffnungslos in ihn verliebten Tina. Tina ist es auch, die die Zukunft mit ihm teilt und die er in seine Pläne miteinbezieht.

Dass Martin nicht aufhören wird ist sowohl Irene als auch dem Ermittler Schneider, der bei dem Doppelmord an den beiden Jungs mirgewirkt hat, klar. Zusammen geben sie den Fall Martin nicht auf. Sie lassen ihn beschatten und versuchen ihr möglichstes um eine erneute Tat zu verhindern.

Das Buch hat mich sehr schockiert. Einfach weil es kein Phantasiegebilde darstellt. Sondern etwas, dass tatsächlich auf der Welt passiert und so grausam ist. Das Thema Pädophilie wird hier aber nicht nur in Romanform dargestellt. Die Autorin hat sich auch mit den Gründen und Ursachen befasst. Und genau das macht dieses Buch so interessant.

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