Hexenspiel von Manfred Koch

Kurzbeschreibung lt. amazon:

Das Rätsel um zwei, erst seit wenigen Tagen vermisste, vierzehnjährige Mädchen, die von der Sensationspresse voreilig zu Opfern eines Sexmonsters hochstilisiert werden.
Ein Polizeiinspektor, der nicht weiß, wie er mit seiner greisen, demenzkranken Mutter umgehen soll, die allein in ihrem Haus am Stadtrand von Salzburg lebt und schreckliche Angst davor hat, in ein Pflegeheim abgeschoben zu werden.
Ein toter alter Sonderling, in dessen Haus man Spuren der vermissten Mädchen entdeckt und Hinweise auf schwarze Messen oder ähnliche satanische Rituale .
Jahrzehnte alte, unbewältigte Konflikte mit seiner Schwester und seinem Vater, die den Polizeiinspektor plötzlich quälen, die Frage, ob er bei seinen viele Jahre zurückliegenden, ergebnislosen Ermittlungen gegen das Sexmonster einen Fehler gemacht hat, und eine wieder erwachte Liebe zu einer ehemaligen Freundin, die ihn völlig verwirrt.
Ein Kind, das seinem Tagebuch Geheimnisse anvertraut, ohne zu ahnen, wie schrecklich diese Geheimnisse sind all das und noch ein bisschen mehr ergibt einen Psychokrimi, der ganz anders endet, als man es (vermutlich) erwartet.

Meine Meinung:

Das erste was mich an diesem Buch angesprochen hat, war der Titel und das aus meiner Sicht tolle Cover. Erwartet habe ich mir von dem Buch aufgrund  des Klappentextes etwas anderes als das was ich bekommen habe. Enttäuscht wurde ich trotzdem nicht.

Kommissar Klaus Wagner steht kurz vor seiner Pensionierung und befindet sich gerade im Urlaub. Die freie Zeit kann er nicht so recht genießen, da er sich um seine Mutter kümmern muss, die allmählich dement zu werden scheint. Zudem macht die schockierende Nachricht die Runde, dass zwei  vierzehnjährige Mädchen  spurlos verschwunden sind. Schnell liegt der Verdacht nahe, dass der im Ort lebende Sexualstrafftäter, der jetzt in seiner Freizeit Tiere ausstopft, etwas mit dem Verschwinden der beiden Mädchen zu tun hat.

Kommissar Wagner bekommt dies alles jedoch nur am Rande mit, da er sich ganz der Pflege seines Elternhauses widmet und dann flammt da auch noch eine längst erloschen geglaubte Liebe wieder auf. Parallel zur Geschichte werden dem Leser hier und da einige Tagebucheinträge eines neunjährigen Mädchens präsentiert, das naiv und unbeholfen Bekanntschaft  mit dem Thema Satanismus macht.

Für  mich eine etwas ungewöhnliche Lektüre, da ich bisher keinen Krimi gelesen habe in dem der Protagonist, ein Kommissar, nicht aktiv an dem Fall beteiligt ist. Besonders erschreckend an diesem Buch ist wie unglaublich realistisch die ganze Geschichte ist.  Meine Empfehlung für Liebhaber des leisen Krimis, der ohne Blut auskommt und trotzdem seine Wirkung nicht verfehlt.

Es macht mir nicht den Eindruck, dass derjenige der den Klappentext geschrieben hat, das Buch auch gelesen hat.  Dazu wirkt der Text auf mich zu übertrieben und reißerisch. Geschadet hat es dem Buch trotzdem nicht.  „Totenstille“ ein weiterer Psychokrimi, der bereits 2008 erschienen ist, werde ich mir wohl ebenfalls vornehmen.

http://www.manfredkoch.at/

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2 Kommentare »

  1. Ich hab das Buch verschlungen! Und dieses Ende….da krieg ich jetzt noch eine Gänsehaut!

    Und wie Du schon schreibst, es muss nicht immer vor Blut triefen!

    Liebste Grüße
    Bine

    • buch im kopf Said:

      ja und die eine Stelle… du weißt welche ich meine… brrrr…. Zwei unserer Azubis haben sich das Buch nach mir ausgeliehen und es während der Mittagspause gelesen. Und bei jeder konntest du genau sehen wann sie an dieser Stelle waren… die Gesichter dazu. Klasse. 😀


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