Weil ich euch liebte von Linwood Barclay

Kurzbeschreibung lt. amazon.de:

Glens Familie stürzt jäh ins Unglück, als seine Frau Sheila bei einem Unfall ums Leben kommt. Sie soll volltrunken gefahren sein und zwei Unschuldige mit in den Tod gerissen haben! Die Polizei ist sich ihrer Sache sicher – doch Glen kann es einfach nicht fassen. Kurze Zeit später ertrinkt eine gute Freundin von Sheila auf mysteriöse Weise. Und als Glen bald darauf erfährt, dass Sheila 62.000 Dollar veruntreut haben soll, bringt ihn das vollends aus dem Gleichgewicht. Beweise für ein Verbrechen hat er allerdings keine …

Meine Meinung:

Glen Garber, glücklich verheiratet und Vater einer Tochter, erlebt mit Abstand das Schlimmste was einem passieren kann. Seine zuverlässige und gewissenhafte Frau Sheila kommt bei einem Autounfall ums Leben. Dabei soll sie auch noch für den Tod zweier weiterer Menschen verantwortlich sein, weil sie sich betrunken ans Steuer gesetzt hat. Für Glen total unvorstellbar. Als daraufhin auch noch eine Freundin von Sheila ums Leben kommt und sich einige andere Ungereimtheiten häufen, wird Glen misstrauisch  und fängt an  auf eigene Faust zu ermitteln.  Dabei stößt er auf einige Geheimnisse, die sein Umfeld in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
Das Buch fängt ziemlich rasant an, was für einen Thriller nicht ungewöhnlich ist, und lässt was Spannung und Aktion angeht auch bis zum Schluss nicht nach. Aktion war dem Autor dabei wohl sehr wichtig, die Qualität von eben dieser,  hat er jedoch vernachlässig. Sheila und ihre Freundin sind in dieser Lektüre nicht die Einzigen, die ihr Leben lassen müssen. Thriller hin oder her, in Linwood Barclay´s neuem Buch wird überdurchschnittlich viel gestorben. Die vielen Charaktere die der Leser kennenlernt, werden schlussendlich als Kanonenfutter benutzt um den Spannungsbetrieb am Laufen zu erhalten.
Auch waren mir die Personen nicht authentisch genug, was wohl auch an den teilweise unrealistischen Verwicklungen lag. Bei Szenen die scheinbar geschickt miteinander verknüpft wurden, kam ich mir als Leser wie bei einer „Kaninchen aus dem Hut“ Vorstellung. Auch der Protagonist Glen kam  etwas überzogen daher. Nahezu nervig, taucht der selbsternannte Rambo immer und überall zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auf, um die Probleme anderer zu lösen.
Etwas enttäuscht bin ich von dem Buch schon, da  mir der Vorgänger „Dem Tode nah“ deutlich besser gefallen hat. Ein kompletter Fehlgriff war es dann aber doch nicht, weil der Autor es versteht wie man den Leser auch ohne anspruchsvolle Story spannend und durchgehend unterhalten kann.

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6 Kommentare »

  1. buchwelten Said:

    Hört sich wirklich nicht begeistert an, so nach Mittelmass, oder?
    Manchmal ist man enttäuscht. So ging es mir mit dem letzten Dan Wells, der nicht schlecht war aber nicht annähernd an die ersten Serienkillerromane rankommt.

    „… als Kanonenfutter benutzt …“ 😉

    Lieben Gruß
    Marion

    • buch im kopf Said:

      War auch Mittelmass wenn mans genau nimmt. Das mit Dan Wells Buch hab ich auch schon von jemand anderem gehört…

      “… als Kanonenfutter benutzt …” 😉 ???

      🙂 Grüssle

      • buchwelten Said:

        Na, das hast du in deiner Rezension oben geschrieben und das war ein guter Satz 🙂

      • buch im kopf Said:

        Danke 😀 und ich hab schon verkrampft nach einem Rechtschreibfehler gesucht 😀

      • buchwelten Said:

        🙂 Nein, nein. Kein Fehler gefunden, oder soll ich noch mal suchen?

      • buch im kopf Said:

        och, das überlasse ich dir 😀

        Gute Nacht *gehe mal mein Yoga Buch weiterlesen*


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