Der Toten gedenken – Indische Frauen bitten zu Tisch von Bulbul Sharma

Kurzbeschreibung lt. amazon.de:

Nach ihrem Bestseller »Der Ärger der Auberginen« hat Bulbul Sharma eine weitere
Sammlung von Frauengeschichten über das Essen aus der indischen Küche
geschrieben. Eine junge Frau, vernachlässigt von ihrem lasterhaften Ehemann,
entscheidet sich, ihn »auf sanfte Art« zu töten und stopft ihn mit Essen voll,
eine andere kocht wie besessen, eine dritte nimmt sich Geld und kleine
Schmuckstücke aus den Taschen ihres Mannes, wo sie die verschiedenen Aromen der
Frauen findet, mit denen er zusammen gewesen war … Neben dem Ehemann gibt es
noch die allgegenwärtige Schwiegermutter, die schon einen Monat nach der
Hochzeit in das Schlafzimmer des frisch verheirateten Paares einzieht. Jedes
Portrait ist abwechselnd witzig, bewegend, makaber eine köstliche Auswahl, die
Bulbul Sharmas meisterliches Talent für die Geschichten der kleinen Leute und
die Dramen des täglichen Lebens zeigt.

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt des Buches „Der Toten Gedenken – Indische Frauen bitten zu Tisch“ steht das verstorbene Familienoberhaupt Bhanurai Jog. Zu seinen Ehren wird ein großer Leichenschmaus vorbereitet. Das Kochen übernehmen die Frauen aus seinem nahen Umfeld, wie es auch Brauch in Indien ist.  Die Organisation rund um die Essensvorbereitungen wird dabei Badibua überlassen, die auch gleichzeitig und unerwartet die alleinige Erbin von Bhanurai Jogs Haus und seinen Ländereien wird. Während die Frauen, die Zutaten vorbereiten und die Gerichte kochen, kommen sie ins Plaudern. Insgesamt kommen so neun unterschiedliche Geschichten zustande, in denen es u.a. um Mutterliebe, Stolz und Aberglauben geht.

Die Aufmachung des Covers fand ich ehrlich gesagt nicht wirklich anziehend. Das „Indische Frauen“ im Titel versprach eine bunte, schillernde und geheimnisvolle Unterhaltung ala Bollywood. Das Messer im Blumenkohl deutete auf „Kriminelle“ Hintergründe. Leider eine (Ent-)Täuschung. Die einzelnen Geschichten, obwohl nicht gänzlich uninteressant, konnten mich nicht wirklich begeistern. Die Charaktere, an deren Namen ich mich erst mal gewöhnen musste, waren für mich leider nicht wirklich greifbar. Und obwohl mir beim Lesen die Kulturunterschiede bewusst wurden, konnte ich nicht in die von der Autorin Bulbul Sharma beschriebene Atmosphäre eintauchen und mir ein prägnantes Bild von Indien machen, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte.

Insgesamt ein nettes Buch für zwischendurch das meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt hat.

 

Vielen Dank an den EPIDU Verlag und Blogg dein Buch

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