Die Mädchenwiese von Martin Krist

Kurzbeschreibung lt. amazon.de:

Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

Meine Meinung:

Die Idylle in dem überschaubaren Dorf Finkenwerda wird erschüttert. Ein junges Mädchen verschwindet spurlos. Wie das bei Teenagern ist, wird zunächst vermutet, dass Lisa ausgerissen ist. Doch daran glauben die Wenigsten, schon gar nicht die im Ort als Hexe verschriene alte Frau, die schon viel zu lange ein grausames Geheimnis mit sich trägt.
Laura, Lisas sowieso schon überlastete Mutter wendet sich in Ihrer Verzweiflung an Ihren Schwager, der Polizist ist. Die Bemühungen der Polizei sind dem ebenfalls im Dorf lebenden ehemaligen Polizisten Alex, der ein Auge auf Laura geworfen hat, nicht genug. Zu viele Parallelen weist dieser Fall zu einem anderen auf, als Alex noch aktiv bei der Polizei war.
Ein Thriller, den ich verschlungen habe! Auch wenn mich die eine oder andere Szene an bereits gelesene Thriller erinnerte, so war dies trotzdem nicht langweilig. Die auch in der Zeit wechselnde Erzählperspektive brachte die nötige Abwechslung, ohne verwirrend zu wirken. Auch wenn manche Kapitel sich vergleichsweise etwas zogen, haben andere dafür einen fast „überrannt“ beim Lesen. Diese Mischung ist dem Autor geglückt. Selten passiert es mir, dass ich beim Lesen komplett in der beschriebenen Atmosphäre abtauche. Dies ist Martin Krist, mit seinem düsteren und nebligen Dörfchen sehr gelungen.
Der leicht zu lesende Schreibstil und die genau richtig verteilte Spannung zwingen einen förmlich zum Weiterlesen. Was mich an Thrillern immer etwas stört, ist wenn es zu viel Privates- bzw. Liebesgeplänkel gibt. Das hat zwar in diesem Buch nicht überhandgenommen, hätte aber wenn es nach mir geht, etwas weniger sein können.
Ein lesenswerter Thriller, der jedoch bei Viellesern dieses Genres vielleicht ein kleines Déjà-vu auslöst.

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5 Kommentare »

  1. Mir hat das Buch auch gut gefallen! Besonders zum Ende hin wurde es immer besser!

    • buch im kopf Said:

      SPOILER…vorsichtshalber 😉

      Ich fand die Erzählungen der alten Frau am Besten!

  2. Sabine Said:

    Ich habs verschlungen 🙂 Und mich an einigen Stellen furchtbar aufgeregt… Mein Mann hatte wieder was zu lachen, weil ich so vollkommen „drin“ und streckenweise nicht ansprechbar war 😉

    Tolles Buch!

    Liebe Grüße
    Bine

    • buch im kopf Said:

      ;D Das hätte ich gerne gesehen.

  3. Liebe Tati,

    auch dieses Jahr soll es wieder ein Bücherweihnachtswichteln geben! Bisher habe ich leider noch keinen Blog entdeckt, der das Wichteln dieses Jahr ausrichtet und deshalb habe ich mich dazu entschlossen, es selbst zu organisieren. Da mein Blog nicht allzu bekannt ist, habe ich mir gedacht, ich schreibe ein paar Buchblogger an und frage nach, ob sie Lust hätten am diesjährigen Bücherweihnachtswichteln teilzunehmen. Wenn du dieses Jahr also Lust aufs Bücherwichteln hast, dann kannst du dich unter diesem Link http://t.co/CbH0b6Re genauer informieren und dich anmelden, wenn du möchtest.

    Ich würde mich sehr über deine Teilnahme freuen, denn je mehr mitwichteln, desto mehr Spaß macht es! 🙂

    Liebe Grüße
    Lena


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